Was ist ein DoS/DDoS-Angriff und wie schützt man sich?
Ein kurzer, verständlicher Überblick für Anwender:innen und Betreiber:innen — ohne ausführbare Anleitungen, ausschließlich mit sicherheitsrelevanten Best Practices.
Kurz erklärt
Bei DoS- und DDoS-Angriffen wird ein Dienst oder eine Infrastruktur durch enorme Mengen an Anfragen oder fehlerhafte Pakete überlastet. Ziel ist es, legitime Nutzer:innen auszusperren oder Systeme instabil zu machen. DDoS-Varianten nutzen häufig verteilte Systeme, Botnets oder kompromittierte Geräte, um die Wirkung zu verstärken.
Anzeichen für einen verdächtigen Angriff
- Plötzlich stark erhöhte Auslastung von Bandbreite oder CPU
- Unerwartet lange Ladezeiten, Timeouts oder vollständige Nichterreichbarkeit
- Ungewöhnlich viele gleichartige Anfragen auf denselben Endpunkt
- Auffällige Muster in Logs, z. B. stark wiederkehrende IP-Ranges
- Warnungen aus Monitoring-Systemen, WAF oder IDS/IPS
Praktische Schutzmaßnahmen
- Rate-Limiting & Traffic-Filter: Begrenzung pro IP oder Endpunkt, Early-Dropping an der Edge.
- DDoS-Mitigation-Dienste nutzen: CDN-Anbieter, Cloud-Scrubbing-Services oder dedizierte Schutzinfrastruktur.
- Netzwerk-Härtung: Firewalls, WAF-Regeln, SYN-Cookies und saubere Routing-Konfigurationen.
- Redundanz & Skalierung: Lastverteilung, Georedundanz und autoskalierende Systeme.
- Monitoring & Alerting: Anomalie-Überwachung, NetFlow-Analysen, frühzeitige Eskalationsketten.
- ISP-Zusammenarbeit: Bei starken Angriffen Traffic-Filterung oder „Blackholing“ auf Providerebene koordinieren.
Was wir empfehlen
Als Betreiber empfehlen wir eine Kombination aus präventiven Maßnahmen, belastbaren Notfallprozessen und professionellen DDoS-Mitigationslösungen. Endnutzer:innen sollten bei ungewöhnlichen Ladezeiten oder Nichterreichbarkeit sensibel bleiben und ungewöhnliche Vorfälle melden — besonders wenn kritische Dienste betroffen sind.